Monika Krause-Fuchs. Eine Kurzbiographie
Quelle (Text ergänzt): Projekte-Verlag-Cornelius GmbH

Geboren am 08. 04. 1941 in Schwaan (Mecklenburg). Während des Studiums der Lateinamerikanistik an der Universität Rostock lernt sie 1961 ihren späteren Mann, einen in Havanna aufgewachsenen gebürtigen Spanier kennen. Anfang 1962 erhält sie die Heiratserlaubnis und reist mit ihrem Mann nach Kuba aus.

Drei Jahre der in Havanna laufenden Universitätsreform überbrückt sie mit Übersetzer- und Dolmetscherarbeiten und verbringt längere Zeit mit Auslandsaufenthalten in Holland, in den USA und in Chile.

1970 beendet sie in Havanna das Studium (lateinamerikanische Geschichte, Literatur, Soziologie und Sprachwissenschaften) mit dem Diplom für spanische Sprache und Literatur. Im selben Jahr wird sie von der Präsidentin der Kubanischen Frauenföderation (FMC) und Ehefrau Raúl Castros, Vilma Espín de Castro, als Mitarbeiterin in der Nationalleitung der FMC eingestellt und sehr bald als Sektionsleiterin im Bereich Internationale Beziehungen eingesetzt.

Im Auftrag Vilma Espins gründet sie 1977 die Nationale Arbeitsgruppe für Sexualerziehung bei der Ständigen Kommission der Nationalversammlung zur Betreuung der Kinder, Jugendlichen und für die Gleichberechtigung der Frau, dem späteren Nationalen Zentrum für Sexualerziehung, dessen Direktorin sie wird.

Von Anbeginn an gehen von dieser Institution zahlreiche, das ganze Land erfassende, umwälzende Tätigkeiten aus. M. Krause. entwickelt ein nationales Komplexprogramm der Sexualerziehung, -beratung, -therapie und Familienplanung. Vorrangig darin einbezogen werden landesweit Mediziner, Pädagogen, Psychologen, Soziologen, Juristen und Journalisten. Sie bedient sich der geschriebenen Presse, des Radios, des Fernsehens und übt eine umfangreiche Lehrtätigkeit aus. Sie beschafft und veröffentlicht und schreibt selbst zahlreiche einschlägige wissenschaftliche und populär-wissenschaftliche Bücher und Beiträge zur Sexualität. Sie nimmt weltweit an Kongressen und Symposien, vielfach an exponierter Stellung, teil.

1983 erlangt sie an der Universität Rostock den Grad eines Dr.phil., und 1986, nach der Habilitation, wird sie zum Professor am Institut für Medizinische Wissenschaften in Havanna ernannt.

Anlässlich des Weltkongresses für Sexologie, Caracas 1989, wird sie Mitglied des Wissenschaftlichen Rates der WAS (World Association for Sexology) und im selben Jahr Ehrenmitglied der Polnischen Akademie der Sexualwissenschaften.

Ende 1990 kehrt sie nach Deutschland zurück.

Ihr Buch „Monika y la Revolución“ ist 2002 vom Verlag Centro de la Cultura Popular, Teneriffa, veröffentlicht worden (ISBN:84-7926-402-0). Die deutsche Ausgabe erfolgte im Jahr 2008 unter dem Titel „Cuba - Meine Hölle, mein Paradies“ – Dreißig Jahre Fidel Castro und ein Ende –, ISBN 978-3-86634-623-9. In dem Buch schildert sie ihr fast drei Jahrzehnte währendes Leben in Kuba.

Ihr Buch „Machismo? No, gracias, Cuba: Sexualidad en la Revolución“, erschien 2007 im Verlag Ediciones Idea, Teneriffa, ISBN 978-84-8382-112-1. In Deutschland erschien es im Projekte-Verlag Cornelius, Halle/Saale, im Jahr 2008 unter dem Titel: „Machismo ist noch lange nicht tot. Kuba: Sexualität im Umbruch“. In diesem Buch berichtet M. Krause-Fuchs über ihre Arbeit als Leiterin des Nationalen Zentrums für Sexualerziehung in Kuba.

Ein Schweizer Dokumentarfilmteam hat den Film „La reina del condón“ (Die Königin des Kondoms) über Leben und Wirken von M. Krause-Fuchs in Kuba gedreht. Der Film wurde zum 60. Internationalen Filmfestival von Locarno, August 2007, uraufgeführt, er lief im Frühjahr 2008 in Schweizer Kinos, anschließend in den USA, in Spanien und Lateinamerika. In Barcelona erhielt er Ende 2008 den ersten Preis für Neuverfilmungen.